Projekt Sozialtraining Klasse 7

Bericht Isar-Loisachbote 9.7.2014

Die Stärken pflegen, die Schwächen ausmerzen

Waldram - An der Grund- und Mittelschule war am Dienstag der 13-fache Kickbox-Weltmeister Dominik Haselbeck zu Besuch. Er lernte den Schülern, eigene Stärken zu pflegen und die Schwächen in Stärken umzuwandeln

Quirin (14) steht in geduckter Haltung mit Boxhandschuhen im Klassenzimmer. Ihm gegenüber wartet Dominik Haselbeck, 13-facher Kickbox-Weltmeister. Auf ein Zeichen hin führt der Schüler ein paar einstudierte Kicks aus.

Der Grund für das Erscheinen Haselbecks an der Grund- und Mittelschule in Waldram ist „Kick for Future“. Mit dem Projekt will er den Schülern unter anderem Disziplin, Aufmerksamkeit, Konzentration und vor allem Selbstbewusstsein beibringen. „All diese Dinge braucht man nicht nur im Leistungssport, sondern auch im Alltag, also in der Schule und im Beruf“, erläutert der Kickboxer.

Haselbeck war im Mai schon einmal an der Schule. „Wir haben uns einen Film über Dominik angesehen“, sagt Quirin, Mustafa ergänzt, dass es Autogramme gab, andere erzählen, dass sie gelernt hätten, wie man mit einer Provokation umgeht, beispielsweise in einer Disco. „Wichtig ist, dass man sich immer an die Regeln hält, nicht aufgibt und weitermacht“, so Haselbeck.

Gestern spielten Stärken und Schwächen eine große Rolle in dem Sozialprojekt. Jeder Schüler durfte einen Mitschüler beschreiben, seine Stärken aufzeigen, ihm gleichzeitig aber auch einen Rat mitgeben, was er oder sie verbessern könnte.

Pünktlichkeit zählte bei den meisten zu den Schwächen, dafür standen Freundschaft und Kollegialität ganz oben auf der Liste bei den Stärken. „Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen, die Aufgabe besteht darin, die Stärken zu halten und die Schwächen auszubessern sowie in Stärken umzuwandeln“, erklärte der Sportler. Immer wieder lobte er die Kinder, was sie zusätzlich motivierte.

2015 geht das Projekt, das schon drei Jahre läuft und von der Huber-Beck-Stiftung unterstützt wird, an der Schule weiter. Schließlich sollen die Schüler auch auf lange Sicht davon profitieren. (mh) (Isar-Loisachbote 9.7.2014)

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