Modularisierung an der Volksschule Waldram

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Modularisierung in der Mittelschule

Basierend auf einer KMBek vom 15. Mai 2006 startete im September 2006 an 23 bayerischen Hauptschulen der Schulversuch "Modularisierung in der Hauptschule". Unter Modulen versteht man in diesem Zusammenhang „kompetenzorientierte Unterrichtseinheiten von definiertem Umfang mit einer thematischen Schwerpunktsetzung. Module sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lerneinheiten, die qualitativ und quantitativ beschreibbar sind. Sie schließen mit einer Bewertung ab und sind zertifizierbar.
Sie sind gekennzeichnet durch folgende gemeinsame Merkmale:

Module sind zeitlich und thematisch abgeschlossene, überwiegend handlungsorientierte Unterrichtssequenzen (ca. 4-6 Module pro Schuljahr).

Sie haben den Erwerb oder die Verbesserung genau definierter Kompetenzen der Schüler zum Ziel.

Schüler können auf Zeit klassen-, jahrgangs- und evtl. fächerübergreifend nach Lernstand, Begabung oder Neigung unabhängig vom Klassenverband unterrichtet werden.

Die Zuordnung erfolgt nach individuellem (Förder-)Bedarf oder den Interessen der Schülerinnen und Schüler in leistungsdifferenzierten Angeboten (z. B. Deutsch, Mathematik).

Der Bedarf wird durch Beobachtungen der Lehrkräfte oder kompetenzorientierte Lernstandsfeststellungen ermittelt. Neigungen werden abgefragt.

Module werden inhaltlich wie organisatorisch flexibel nach den erkannten Bedürfnissen oder Interessen individuell und zeitnah gestaltet.

Sie können Lehrplaninhalte in lebensnahen Lernzusammenhängen bearbeiten, schwachen Schülern helfen, Grundwissen zu erwerben oder zu sichern und starken Schülern die Gelegenheit bieten, über den geforderten Lehrplan hinaus zu arbeiten.

Der Erwerb der angestrebten Kompetenzen wird situationsangemessen dokumentiert und zertifiziert (z. B. Tests, Lehrerbeobachtung, Selbstevaluation, Rollenspiele, Präsentation von Ergebnissen)

Zielsetzung der Modularisierung ist es, Schülern neben dem für den Erziehungsauftrag unerlässlichen Klassenunterricht Möglichkeiten zu stärkerer Individualisierung in lebensnahen Lernzusammenhängen zu geben. Dabei haben die Fachbereiche Deutsch und Mathematik insbesondere die leistungsdifferenzierte Förderung der Schüler auf unterschiedlichen Leistungsstufen im Fokus.