Die Burg: Klasse 3c auf ortsgeschichtlicher Führung 2. Teil

Wusstet ihr, dass Wolfratshausen eine Burg hatte? Nein? Kein Wunder! Sie ist ja auch nicht mehr da.

Das erfuhren wir heute, am 23.7.2018, als wir zum 2. Mal mit Herrn Melf aufbrachen, um die Wolfratshauser Geschichte zu ergründen. Dieses Mal ging es auf den Burgberg. Natürlich hat dieser seinen Namen, weil sich dort ehemals eine Burg befand. Sie hatte sogar einen Geheimgang, mit dessen Hilfe sich die Herrscher unauffällig aus der Gefahrenzone bringen konnten. Auch eine Zugbrücke besaß sie wohl. Leider befindet sich da, wo die Burg stehen sollte, heute nur noch ein großes, tiefes Loch und viel Gestrüpp. Das liegt daran, dass man die Burg, als man sie nicht mehr so wirklich brauchen konnte, zu einem Waffenlager umfunktionierte. Deshalb lagerte man 30 Tonnen Schwarzpulver im Turm der Burg… so nahm das Übel seinen Lauf: Ein schweres Gewitter zog auf und wie es der Zufall so wollte, schlug der Blitz direkt in diesen Turm der Burg ein. Das Schwarzpulver entzündete sich und die ganze Burg explodierte. Trümmerteile flogen, Erzählungen nach,  bis nach Nantwein auf die Felder. Da man die Burg anschließend nicht mehr aufbauen wollte, nutzte man die Steine um sie für den Bau des Klosters Schäftlarn zu verwenden und um einen Teil der Residenz in München zu bauen.

Ortsgeschichte ist soooo unglaublich spannend und interessant! Vielen herzlichen Dank Herr Melf, dass Sie sich so viel Zeit nahmen um uns derart für die Geschichte von Wolfratshausen zu begeistern und sie so lebendig werden zu lassen!

Klasse 3c

Auf dem 1. Foto seht ihr das Loch mit dem Gestrüpp. Die Burg gibt es leider nicht mehr:

 

Auf dem 2. Foto seht ihr uns bei einem Schutzwall der Burg: